Yoga in der Krise – 3 Übungen für Erdung in turbulenten Zeiten

von Nov 4, 2020Yoga0 Kommentare

2020 ist schon ein ganz besonderes Jahr. Präsidentenwahl in den USA, die Black Lives Matter Bewegung und dann war da ja noch die Sache mit der Pandemie. In Deutschland sind wir seit gestern wieder im Lockdown. Und auch wenn er diesmal als „light“ bezeichnet wird, hat er doch sehr einschlägige Folgen nicht nur auf die berufliche und finanzielle Lage vieler Menschen, sondern die Stimmung der ganzen Nation.

Yoga in der Krise kann uns helfen, uns zu erden und zur Ruhe zu kommen. Daher möchte ich heute drei Übungen mit dir teilen, die dir in dieser hier helfen können.

Herz – Schoß – Meditation im sitzenden Krieger

Komm auf einem Yogabolster oder Meditationskissen in einen unterstützten Fersensitz, sodass dein Beckenboden und Damm in gutem Kontakt mit der Unterlage ist. Lege deine linke Hand auf dein Herzzentrum, welches in der Mitte deines Brustkorbs auf Höhe deines Brustbeines liegt, und deine rechte Hand auf deinen Unterleib. Schließ dann sanft die Augen oder, falls sich das für dich heute nicht gut anfühlt, suche dir einen Punkt auf dem Boden, der ca. 1-2 Meter von dir entfernt ist, auf dem dein Blick zur Ruhe kommen kann.

Spür zunächst in deine Verbindung mit deiner Unterlage hinein. Du bist über deinen Beckenboden und Damm, dein erstes Chakra, gut geerdet und stabil. Spür in die Kraft hinein, die du hier mit jeder Einatmung über diese Verbindung aufnimmst, und lass jegliche Anspannung mit jeder Ausatmung Stück für Stück los. Du bist hier gehalten und sicher in diesem Moment.

Herz – Schoß – Meditation im Heldensitz

Und dann spür in die Punkte unter deinen Händen. In dein energetisches Herz, und deinen Unterleib. Spür, wie durch die Wärme deiner Hände diese beiden Orte beginnen zu glühen und anfangen golden zu leuchten. Und stell dir vor, wie dieses Leuchten mit jeder Einatmung stärker wird und sich mit jeder Ausatmung immer weiter in deinem Körper ausbreitet. Stück für Stück leuchtet und glüht dein gesamter Torso, deine Arme, deine Beine und dein Kopf. Und jetzt stell dir vor, dass sich dieses goldene Licht auch über die Grenzen deines Körpers ausbreitet und sich ein Kreis aus goldenem Licht um deinen Körper bildet. Wie ein Schutzfilm aus goldenem heilsamen Licht, der durch nichts penetriert werden kann, als durch Dinge, die du bewusst dazu einlädst. Genieße dieses Bad in diesem goldenen Licht noch für ein paar Atemzüge und stell dir vor, dass es dabei all deine Zellen durchdringt, heilt, und zum Leuchten bringt.

Wenn du so weit bist, lass deinen Atem wieder tiefer werden. Leg deine Hände ganz entspannt in deinen Schoß und spür hier noch für ein paar Atemzüge nach. Dann öffne ganz vorsichtig die Augen und hebe den Kopf.

Brahmani, die Atemübung der schwarzen Hummel

Lege deine Hände über deinen Kopf, sodass deine Daumen deine Ohren verschließen. Atme tief durch die Nase ein und atme mit einem Summen, wie das einer Hummel, über den Mund aus. Wiederhole dies für zehnmal und genieße die Vibration, die durch das Summen in deinem Körper angestoßen wird. Danach lege deine Hände wieder ganz entspannt in deinen Schoß und spür einen Moment nach. Wiederhole diese Übung gerne noch zwei mal.

Brahmani Atemübung im Heldensitz

Das Summen und die Vibration hat einen sehr entspannenden und ausgleichenden Effekt auf unser vegetatives Nervensystem. Es hilft uns zur Ruhe zu kommen, sowie innere Anspannung und Stress zu reduzieren. Du fühlst dich danach ruhiger und ausgeglichener auf allen Ebenen.

Stellung des Kindes – Pose der Hingabe

Nun hole das Bolster zwischen deinen Beinen heraus und lege es zunächst zur Seite. Nehme die Knie eventuell enger zusammen bevor du dich nach vorne beugst. Wenn es dir möglich ist, lege deine Stirn auf deiner Matte ab. Ansonsten hole dir wieder dein Bolster zur Hilfe und lege dich auf diesem ab.

Strecke deine Arme nach vorne aus mit Handflächen nach oben als Geste der Hingabe und bleibe hier für 15-20 Atemzüge. Dann nehme deine Arme den Körper entlang nach hinten und lege deine Handflächen, wenn möglich, auf deine Fußsohlen. Dies hilft dir, dich hier nochmal richtig zu erden und zu dir selbst zurückzukommen. Bleibe auch hier wieder 15-20 Atemzüge bevor du noch einmal in die Geste der Hingabe wechselst, welche dich dabei unterstützt, anzunehmen was ist. Gerne kannst du diesen Zyklus auch noch einmal wiederholen.

Lege dich danach noch für ein paar Minuten auf den Rücken und spüre hier nochmal nach. Gerne kannst du hier die Beine entweder nach vorne ausstrecken oder entspannt aufstellen. Deine Arme liegen hier entweder entspannt neben deinem Körper mit Handflächen nach oben, oder, falls du dir noch etwas Kraft wünschst, im vereinfachten Yoni Mudra auf deinem Unterleib.

Was kann ich sonst noch machen?

Viele Yogalehrer, Coaches und Heiler bieten in der Zeit des Lockdowns kostenlos oder zu reduzierten Preisen Angebote an, die speziell auf die momentane Situation zugeschnitten sind.

Ich selbst habe meine Yogastunden auch thematisch auf die aktuellen Begebenheiten zugeschnitten, und gehe in meiner Facebook Gruppe individuell auf deine Bedürfnisse ein. Sehen wir uns da?

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